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„Tanz oder gar nicht! Demonstration“ wg. akuter Räumungsklage des Bauwagenplatzes!

"Tanz oder gar nicht!"
Samstag 25. April um 18 Uhr am Duisburger Hbf

Es ist soweit. Was sich in den letzten sieben Monaten angebahnt hat, wird jetzt bitterer Ernst. Der Bauwagenplatz Duisburg hat eine Räumungsklage bis Ende des Monats erhalten. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen bis zum Ende des Monats (10 Tage) das Gelände räumen.

Wir rufen alle Menschen auf, die sich für ein solidarisches und selbstbestimmtes Leben in dieser Stadt einsetzen und einsetzen wollen. Wir sind die Stadt – für Freiräume und ein selbstbestimmtes Leben in Duisburg, Dortmund und überall!
In diesem Rahmen gibt es in den nächsten sieben Tagen gleich zwei Demonstrationen:

1. „Tanz oder gar nicht!“
Tanzdemo fürFreiräume in Duisburg, Dortmund und anderswo.
Samstag 25. April ab 18 Uhr am Duisburger Hbf
Web: bauwagenplatzduisburg.blogsport.eu/
FB: www.facebook.com/events/428741870640942/

2. „Wir sind Duisburg“
Kundgebung für ein Recht auf Stadt organisiert von der BI Zinkhüttenplatz.
Montag 27. April ab 14 Uhr am Rathaus Duisburg
mattern-duisburg.de/geplante-aktionen.html

Kommen, Tanzen, Weitersagen!

Duisburger Freiraumkampagne
– gegen die Schikanen der Stadtverwaltung und SPD, – gegen politische Zwangsräumungen, – gegen den Stadträumungsverkauf an Investorinnen und – gegen Immobilienspekulation;
+ für die freie und unkommerzielle Nutzung von Leerstand, + für Mit- und Selbstbestimmung aller Menschen, + für ein Bleiberecht für alle und + für ein Recht auf Stadt!

Zum „Kulturentwicklungsplan“

„Kultur ist die Lebensweise der Menschen“ Wie also wollen wir leben? Und wer darf mitreden?

Auch BürgerInnen sollen am Kulturentwicklungsplan mitwirken, doch so richtig offensiv wurde dazu nicht geladen. Mitbekommen haben es vor allem VertreterInnen aus Politik und Wirtschaft, einige KünstlerInnen und sonstige Kulturschaffende. Also nur ein unrepräsentativer Bruchteil der Duisburger BürgerInnenschaft.

Es ist erfreulich zu hören, dass die breite Zivilgesellschaft an einem Kulturentwicklungsplan mitarbeiten soll, doch dann müsste man diese Worte mit entsprechenden Taten belegen und offensiv dazu einladen.

Eine Stadt hat dabei grundsätzlich vielfältige Möglichkeiten eine Veranstaltung zu bewerben, aber mindestens, kostenlos (wenn ein paar Plakate zu teuer sind), in dem von BürgerInnen hochfrequentierten Internet. Stattdessen wurde die Veranstaltung von offizieller Seite nur über lokale Printmedien verbreitet und da dann teilweise mit falschem Datum. Der Internetseite der Stadt konnte man das korrekte Datum der Veranstaltung zwar entnehmen, aber verbreitet wurde die Information dort nicht, eher versteckt. Ohne gezieltes und geduldiges Suchen keine Informationen, keine Einladung.

Die Probleme vor denen bürgerliche Partizipation in der Kultur in Duisburg steht, lassen sich gut weiterimaginieren, wenn man den Kulturdezernenten bei der Auftaktveranstaltung zur gemeinsamen Erarbeitung des Kulturentwicklungsplanes dann noch sagen hört, es sei ja eigentlich egoistisch von ihm die Bürger mitreden zu lassen. So nach dem Motto: ‚Da kann ich mir voll Arbeit sparen‘. Schlechter Scherz. Augenhöhe klingt anders.

„Eine solche Verständigung, mit welchen Zielen und welchen Ressourcen aber auch Strukturen, Kulturpolitik künftig betrieben werden soll, ist eine gute Grundlage für die Akzeptanz künftigen kulturpolitischen Handelns in unserer Stadt“, kommentiert Kulturdezernent Thomas Krützberg das Vorgehen.

Akzeptanz ist hier aber kein annehmbares und auch kein ehrenvolles Ziel. Ich möchte die  Kulturpolitik in meiner Stadt nicht akzeptieren müssen. Ich möchte sie mit Begeisterung aufnehmen und an ihr und ihren Angeboten aktiv und gestalterisch teilhaben!

Kultur ist nicht nur wichtig für die (vermarktbare) Identität unserer Stadt, von der Krützberg bei der Auftaktveranstaltung sprach, sondern sie betrifft notwendig zunächst die Identität eines jeden Bewohners dieser, unserer Stadt. Jeder Bewohner nimmt aktiv an Kultur teil. Die Frage ist: Wie breit soll das Spektrum sein aus dem mensch wählen kann, wie viel Kultur steht mir offen, wieviel steht mir zu und kann ich mich auch konzeptionell einbringen?

Wir hoffen Herr Krützberg und Co. sind doch ehrlich daran interessiert gemeinsam über unsere Ressourcen und Ziele zu sprechen, um Strukturen zu schaffen in denen sich alle Akteure und Institutionen gegenseitig stärken und bereichern können. Alle Künstler, Kulturpolitiker, Kulturschaffenden, Kulturbegeisterten, Kulturarbeiter und Kulturunternehmer, Alle haben wir etwas zu geben. Und wir wollen es gerne geben und teilen und gemeinsam Neues und Gemeinsames entstehen lassen (auch über den Projektrahmen bis 2019 hinaus)!

Wer sich also für die Kultur unserer Stadt nur ein Wenig interessiert, soll die Gelegenheit  ergreifen, um etwas näher an ihrer Entwicklung dran zu sein und um deutlich zu machen, dass wir BürgerInnen involviert werden wollen.

Anmeldungen können noch bis zum 23.03. gerichtet werden an Daniel Jung vom Kulturbüro der Stadt Duisburg (Neckarstraße1, 47051 Duisburg, Tel.: 0203-28362262, Fax: 0203-28362280, E-Mail: d.jung@stadt-duisburg.de); vorzugsweise via Mail und mit Bitte um eine Bestätigungsmail über den Erhalt der Anmeldung. Es ist möglich sich für mehrere der fünf Arbeitsgruppen anzumelden, einzusehen sind diese hier.

Weitere Quellen:

 

Freiraumtage in Dortmund

Soziales Zentrum Avanti lädt vom 06. bis zum 12. April 2015 zu den Freiraumtagen ein:

„Wir möchten diese Tage zur Vernetzung mit den vielen Freirauminitiativen im Ruhrgebiet, in NRW und darüber hinaus nutzen. In dieser Woche wollen wir nicht nur mit einem vielfältigen Programm Themen wie Verdrängung, Leerstand und Freiräume diskutieren und auf die Straße tragen, sondern auch eine gemeinsame Aktionsbasis schaffen, die uns allen in Zukunft neue Möglichkeiten für unsere Kämpfe um Freiräume ermöglicht.“ Weitere Infos hier

Video zum Bauwagenplatz

Für den kommenden Bundeskongress Politische Bildung, der in Duisburg stattfindet, wurden Infoclips zu verschiedenen Duisburger Initiativen gedreht. Hier das Video zum Bauwagenplatz in Duisburg-Homberg:

 

Soli für Freiräume im AZ Mülheim am 14. März 2015

Kampagne AFFE – Aktion für Freiräume Essen und Soziales Zentrum Avanti laden ein: Infoabend, Konzert und Technoparty // ab 20 Uhr // 5 € // weitere Infos hier.

Video zum SYNTOPIA

Für den kommenden Bundeskongress Politische Bildung, der in Duisburg stattfindet, wurden Infoclips zu verschiedenen Duisburger Initiativen gedreht. Hier das Video zum Stadtteil- und Projektladen Syntopia in Duisburg-Hochfeld:

 

Infotresen im SYNTOPIA am 18.2.2015, 20 Uhr

Aus dem Syntopia Programm:
Der Infotresen soll ein themen- und spektrenübergreifender Anlaufpunkt für politische und soziale Gruppen und Initiativen sein: zum Kennenlernen, Informationen austauschen, Termine bewerben, Vernetzen – in lockerer Tresenatmosphäre.

Im Februar werden Bewohner*innen des räumungsbedrohten Bauwagenplatzes in Duisburg-Homberg dabei sein, um über den aktuellen Stand der Dinge zu berichten.

bwp

Werkstattkino in Duissern geschlossen

Bild aus der WAZ

Eröffnung: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/ein-schrauber-und-film-fan-eroeffnet-in-duisburg-das-werkstatt-kino-id6549747.html
und die letztendliche Schließung: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/aus-fuer-duisburger-werkstattkino-id10313896.html

Infoclip für den Bauwagenplatz

Der Bauwagenplatz ist noch immer in Gefahr. Auch wenn sicher nicht so schnell geräumt wird, muss eine Lösung für den letzten Freiraum dieser Art gefunden werden. Liebe Freundinnen und Freunde der Artenvielfalt, wir müssen den Bauwagenplatz unterstützen wie wir können!

Zur schnellen Erläuterung der Sachlage ein kurzes Animationsvideo.

Herzlichen Glückwunsch lieber Bauwagenplatz!

spread_the wordHeute kann es regnen, stürmen oder schneien –

der Wagenplatz ist 20 und wird länger bleiben.

 

Heute machen wir die 1000 voll – nur noch 13 Unterschriften, bitte nimm auch Du an der Petition teil.