Inzwischen ist es zwei Monate her, dass wir – die Duiy-Kampagne – uns mit einem offenen Brief an den Geschäftsführer des Immobilienmanagements Duisburg (U. Rohde) gewendet haben.
In diesem Brief haben wir den Leerstand in Duisburg problematisiert, insbesondere den Verfall der Schule in Laar.
Bei der damaligen Schulbesetzung wurde uns von Rohde versprochen, sich bald mit uns zusammenzusetzen, um unser „Immobilienproblem“ (also Räumlichkeiten für ein selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum) zu lösen. Als wir den Brief persönlich übergeben haben, um dieses Versprechen einzufordern, wurden wir abermals damit vertröstet, dass er sich in zwei Wochen melden werde. Auf diesen Anruf warten wir bis heute vergebens – das Gesprächsangebot war wieder nur ein leeres Versprechen.
Auch die Positionierung des IMD-Chefs gegenüber der Presse, war alles andere als eine klare Ansage. Gegenüber der WDR-Lokalzeit (20.4.2013) erklärte er: “Ja, das ist ja immer schwierig, man überprüft, man denkt nochmal nach…man hat vielleicht irgendwo nochmal Hoffnung, dass es hier und da noch ein Gebäude gibt, aber…wir waren natürlich einfach sehr stark eingebunden.” (Worin eingebunden? – meint er etwa die Skandale rund um die Mercator-Halle?) Dass sich Herr Rohde – nun über ein Jahr lang – so heftig den Kopf über eine für ein Kulturzentrum taugliche Immobilie zerbrochen hat mag ja sein. Die Fakten lassen dies jedoch eher unwahrscheinlich erscheinen: seinen Worten folgten keine Taten und unsere zahlreichen versuche, mit dem Immobilienmanagement in Kontakt zu treten, wurden allesamt dreist ignoriert.
Keine Antwort ist auch eine Antwort und ebenso eine politische Entscheidung.
Wir sind oft genug an den IMD und andere öffentliche Stellen herangetreten und haben das Gespräch gesucht. Wir fühlen uns durch diese Reaktionen darin bestätigt, dass die offiziellen städtischen Vertreter uns nicht repräsentieren.
Die Stadt Duisburg schafft kein vernünftiges Angebot für Kultur und Subkultur, was durch den großen Leerstand möglich wäre. Einerseits selbst von Seiten der Stadt, andererseits durch Unterstützung von Initiativen und Kampagnen, wie uns, denen Räumlichkeiten überlassen werden könnten, um dort selbst etwas zu (er)schaffen. Doch uns werden nur Steine in den Weg gelegt.
Unterkriegen lassen wir uns davon jedoch nicht, wir werden weiter machen, wie immer ohne Hilfe seitens der Stadt. Nur alles lassen wir auch nicht mit uns machen.


















