DUIY?

„DU it yourself!“ ist keine geschlossene Gruppe, sondern ein offener Kreis von Leuten, die in unserer Stadt [Duisburg] aktiv werden, um hier Veränderungen herbeizuführen und Räume für Kunst, Kultur und Politik zu schaffen. [mehr]

PM: Immobilienmanagement der Stadt Duisburg lässt Leerstand verfallen. „DU it yourself!“ übergibt offenen Brief.

Heute (26.2.2013) hat eine Delegation der Kampagne „DU it yourself!“ einen offenen Brief an Uwe Rohde, Geschäftsführer Uwe Rohde des Immobilienmanagements Duisburg (IMD), übergeben.

Das IMD verwaltet den städtischen Leerstand. Am 3. Dezember 2011 wurde eine leerstehende Schule in Duisburg-Laar besetzt, musste aber später aufgrund von angedrohter Polizeigewalt geräumt werden. Uwe Rohde, welcher die Räumung forderte, hat sein, gegenüber den Besetzerinnen und Besetzern, geäußertes Angebot von Gesprächen bis heute nicht eingelöst.

Nach nun einem weiteren Jahr Leerstand verfällt die ehemalige Hauptschule an der Werthstraße rapide. „Es ist ein Skandal das diese städtische Immobilie nun fast vollkommen verfallen ist. Bei der Besetzung vor einem Jahr war das Gebäude noch in einem sehr guten Zustand und hätte ohne größere Maßnahme genutzt werden können.“ äußert Karolin Scholz dazu.

Die beiliegenden Bilder beweisen den Verfall des Gebäudes an der
Werthstraße:

  • Der Heizungskeller steht unter Wasser
  • Im gesamten Gebäude breitet sich Schimmel aus
  • In nahezu allen Räumen ist der Boden stark beschädigt

Vor und während der Besetzung existierten diese Schäden noch nicht. Der Boden befand sich z.B. in einem sehr guten Zustand:


In Richtung der Verantwortlichen der Stadt Duisburg fragt Karolin Scholz: „Wie kann es sein, dass auf der einen Seite immer wieder auf die klamme Haushaltslage verwiesen wird, gleichzeitig aber der städtische Leerstand ungenutzt verrottet anstatt durch eine Nutzung die Stadt lebenswerter zu machen?“

Offener Brief an Uwe Rohde, Geschäftsführer IMD

Offener Brief zu Ihrem Gesprächsangebot bzgl. Immobilie für ein unabhängiges und unkommerzielles soziokulturelles Zentrum

Sehr geehrter Herr Rohde,

hier ist die „DU it yourself“ Kampagne, die vor über einem Jahr die leerstehende Schule in Laar wiederbeleben wollte. Eine Woche voller Aktivitäten und Veranstaltungen war geplant, konnte jedoch nicht stattfinden, da Sie uns mittels einer Hundertschaft Polizei aus dem Gebäude ver- trieben haben. Es tut uns leid, dass Sie in dieser Nacht aus dem Bett geholt worden sind, aber Sie wussten sich ja zu helfen: Sie versprachen uns ein baldiges Gespräch und Ihre vollste Kooperation und damit hatte sich das Thema für Sie erledigt; seitdem wurden unsere zahlreichen Gesprächsangebote von ihnen geflissentlich ignoriert. Für uns jedoch hat das Thema nichts an seiner Aktualität eingebüßt.

Da wir nicht davon ausgehen, dass Sie ein Mensch sind, der nicht zu seinem Wort steht, möchten wir an dieser Stelle nochmal auf Ihr Gesprächsangebot zurückkommen.

In einem WAZ-Artikel vom 9.8.2012 ließen Sie sich mit den Worten zitieren, dass auch eine Nutzung des Gebäudes in Laar als Kulturzentrum durchaus erwünscht sei. Warum haben Sie uns dann rausgeschmissen? Die Schule steht immer noch leer und öffentliche Ressourcen werden weiter verschwendet. Jetzt mal ehrlich: Wir boten diverse für die Stadt komplett kostenfreie kulturelle Veranstaltungen an, in einem überalterten und ansonsten total unattraktiven Stadtteil der es echt nötig hat. Was ist daran auszusetzen?

Aber wir sind nicht nachtragend: Alles was wir wollen, sind klare Ansagen von Ihnen, was wir tun müssen, um an einem Ort wie Duisburg eine Immobilie als unkommerzielles Zentrum für Kultur und Soziales nutzen zu können. Wir fordern von Ihnen als IMD-Geschäftsführer eine Liste der Gebäude, die für uns in Frage kämen. Es ist eine Win-Win Situation: Sie haben Leerstand ohne Ende, wir haben Initiative und frische Ideen. Die städtischen Institutionen sollten sich wieder auf ihre Kernaufgaben besinnen, die nicht darin bestehen, Geld zu scheffeln, Einkaufscenter zu eröffnen und Schulen zu schließen. Aufgabe ist es, die Stadt für alle Bürgerinnen und Bürger lebenswert zu gestalten.

Bitte verschanzen Sie sich nicht hinter Ihrer technokratischen Verwalterrolle; als öffentliche In- stitution ist jede Reaktion und auch das Ignorieren dieses Briefes eine politische Entscheidung. Sie als oberster städtischer Immobilienverwalter stehen in der Verantwortung, unseren Leerstand nicht verrotten zu lassen, sondern entsprechend den Bedürfnissen der Menschen in Duisburg zur Verfügung zu stellen. Wir wissen, dass Sie dabei Hilfe brauchen, also wenden Sie sich ruhig an uns.

Mit herzlichem Gruß,
Ihre DUiy!-Kampagne

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