DUIY?

„DU it yourself!“ ist keine geschlossene Gruppe, sondern ein offener Kreis von Leuten, die in unserer Stadt [Duisburg] aktiv werden, um hier Veränderungen herbeizuführen und Räume für Kunst, Kultur und Politik zu schaffen. [mehr]

Rede auf der Demo für den Bauwagenplatz

Wir dokumentieren hier die Rede der Kampagne “DU it yourself”, die am 6. November 2014 auf der Demonstration für den Bauwagenplatz gehalten wurde:

Heute geht es um das Immobilienmanagement Duisburg, einem „alten Bekannten“ der DU it yourself Kampagne – leider…

Als vor einigen Jahren eine ehemalige Schule in Laar besetzt wurde, um sie als soziokulturelles Zentrum zu nutzen, war das IMD verantwortlich für die polizeiliche Räumung des Gebäudes. Damals hat das IMD die Chance verspielt, eine Zwischennutzung des leerstehenden Gebäudes als soziokulturelles Zentrum zu ermöglichen – die Schule ist seitdem ungenutzt Verfallen und mittlerweile Abrissreif.

Über Jahre übte sich das IMD in seiner Blockadehaltung gegenüber unserer Forderung nach einem unabhängigen Zentrum: Anfragen nach nutzbaren städtischen Gebäuden wurden konsequent ignoriert.

Nun hat das IMD dem Wagenplatz schriftlich und ohne vorheriges klärendes Gespräch gekündigt.

Irgendwie folgerichtig: Freiräume gelten wohl einfach als Störfaktor.

Städtische Gebäude und Grundstücke werden vom IMD vor allem unter wirtschaftlichen Kriterien verwaltet – die magische Formel heißt: Bald kommen Investoren und alles wird gut.

Die Nutzung der städtischen Liegenschaften wird in undurchsichtigen Verfahren ausgeklüngelt: es ist allein schon ein Skandal, dass über die Zukunft des Bauwagenplatzes entschieden wurde, ohne die dort lebenden Menschen mit einzubeziehen.

Das IMD scheint weder von Transparenz noch von Partizipation viel zu halten – dabei gehören städtische Gebäude und Grundstücke eigentlich uns als Bürgerinnen Duisburgs.

Gegen diese Politik halten wir das Recht auf Stadt hoch!

Wir fordern eine Stadt für Alle statt Profitlogik und Vetternwirtschaft!

Eine lebendige und lebenswerte Stadt braucht Räume, die nicht nach kommerziellen Maßstäben gestaltet sind. Räume für künstlerische und kulturelle Experimente, für alternative Lebensformen und –Entwürfe. Räume für Kreativität und Selbstbestimmung.

Davon gibt es in Duisburg leider jetzt schon viel zu wenig – für die Stadtverwaltung ist es offensichtlich genau umgekehrt.

Deshalb,

Freiräume erkämpfen und verteidigen!

Bauwagenplatz Duisburg bleibt!

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