DUIY?

„DU it yourself!“ ist keine geschlossene Gruppe, sondern ein offener Kreis von Leuten, die in unserer Stadt [Duisburg] aktiv werden, um hier Veränderungen herbeizuführen und Räume für Kunst, Kultur und Politik zu schaffen. [mehr]

Zum „Kulturentwicklungsplan“

„Kultur ist die Lebensweise der Menschen“ Wie also wollen wir leben? Und wer darf mitreden?

Auch BürgerInnen sollen am Kulturentwicklungsplan mitwirken, doch so richtig offensiv wurde dazu nicht geladen. Mitbekommen haben es vor allem VertreterInnen aus Politik und Wirtschaft, einige KünstlerInnen und sonstige Kulturschaffende. Also nur ein unrepräsentativer Bruchteil der Duisburger BürgerInnenschaft.

Es ist erfreulich zu hören, dass die breite Zivilgesellschaft an einem Kulturentwicklungsplan mitarbeiten soll, doch dann müsste man diese Worte mit entsprechenden Taten belegen und offensiv dazu einladen.

Eine Stadt hat dabei grundsätzlich vielfältige Möglichkeiten eine Veranstaltung zu bewerben, aber mindestens, kostenlos (wenn ein paar Plakate zu teuer sind), in dem von BürgerInnen hochfrequentierten Internet. Stattdessen wurde die Veranstaltung von offizieller Seite nur über lokale Printmedien verbreitet und da dann teilweise mit falschem Datum. Der Internetseite der Stadt konnte man das korrekte Datum der Veranstaltung zwar entnehmen, aber verbreitet wurde die Information dort nicht, eher versteckt. Ohne gezieltes und geduldiges Suchen keine Informationen, keine Einladung.

Die Probleme vor denen bürgerliche Partizipation in der Kultur in Duisburg steht, lassen sich gut weiterimaginieren, wenn man den Kulturdezernenten bei der Auftaktveranstaltung zur gemeinsamen Erarbeitung des Kulturentwicklungsplanes dann noch sagen hört, es sei ja eigentlich egoistisch von ihm die Bürger mitreden zu lassen. So nach dem Motto: ‚Da kann ich mir voll Arbeit sparen‘. Schlechter Scherz. Augenhöhe klingt anders.

„Eine solche Verständigung, mit welchen Zielen und welchen Ressourcen aber auch Strukturen, Kulturpolitik künftig betrieben werden soll, ist eine gute Grundlage für die Akzeptanz künftigen kulturpolitischen Handelns in unserer Stadt“, kommentiert Kulturdezernent Thomas Krützberg das Vorgehen.

Akzeptanz ist hier aber kein annehmbares und auch kein ehrenvolles Ziel. Ich möchte die  Kulturpolitik in meiner Stadt nicht akzeptieren müssen. Ich möchte sie mit Begeisterung aufnehmen und an ihr und ihren Angeboten aktiv und gestalterisch teilhaben!

Kultur ist nicht nur wichtig für die (vermarktbare) Identität unserer Stadt, von der Krützberg bei der Auftaktveranstaltung sprach, sondern sie betrifft notwendig zunächst die Identität eines jeden Bewohners dieser, unserer Stadt. Jeder Bewohner nimmt aktiv an Kultur teil. Die Frage ist: Wie breit soll das Spektrum sein aus dem mensch wählen kann, wie viel Kultur steht mir offen, wieviel steht mir zu und kann ich mich auch konzeptionell einbringen?

Wir hoffen Herr Krützberg und Co. sind doch ehrlich daran interessiert gemeinsam über unsere Ressourcen und Ziele zu sprechen, um Strukturen zu schaffen in denen sich alle Akteure und Institutionen gegenseitig stärken und bereichern können. Alle Künstler, Kulturpolitiker, Kulturschaffenden, Kulturbegeisterten, Kulturarbeiter und Kulturunternehmer, Alle haben wir etwas zu geben. Und wir wollen es gerne geben und teilen und gemeinsam Neues und Gemeinsames entstehen lassen (auch über den Projektrahmen bis 2019 hinaus)!

Wer sich also für die Kultur unserer Stadt nur ein Wenig interessiert, soll die Gelegenheit  ergreifen, um etwas näher an ihrer Entwicklung dran zu sein und um deutlich zu machen, dass wir BürgerInnen involviert werden wollen.

Anmeldungen können noch bis zum 23.03. gerichtet werden an Daniel Jung vom Kulturbüro der Stadt Duisburg (Neckarstraße1, 47051 Duisburg, Tel.: 0203-28362262, Fax: 0203-28362280, E-Mail: d.jung@stadt-duisburg.de); vorzugsweise via Mail und mit Bitte um eine Bestätigungsmail über den Erhalt der Anmeldung. Es ist möglich sich für mehrere der fünf Arbeitsgruppen anzumelden, einzusehen sind diese hier.

Weitere Quellen:

 

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