Liebe Kulturinteressierte / Demoteilnehmer_innen
Wir von der Kampagne “DU It Yourself” setzen uns seit 1,5 jahren für die Schaffung eines Soziokulturellen Zentrums in Duisburg ein. Wir wollen einen Freiraum schaffen, der den verschiedensten Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder finanziellen Möglichkeiten einen Treffpunkt bieten kann. In Duisburg gibt es so viele leerstehende städtische Gebäude, dass es ohne nennenswerten finanziellen Aufwand möglich wäre, ein Zentrum zu ermöglichen, in dem unter Selbstverwaltung Konzerte, Partys, Spieleabende, Diskussionen und vieles mehr veranstaltet werden könnten.
Auch wir meinen, dass die Stadtverwaltung mehr mit ihren Bürger_innen reden sollte. Wir finden sogar, dass wir direkt mitentscheiden sollten. Wir sind auch für den Erhalt der Kultur in Duisburg und gegen kulturellen Kahlschlag. Gute Musik vor der Haustür, wie beim Traumzeitfestival, finden wir super. Allerdings wissen wir auch, dass sich längst nicht jede_r in dieser Stadt ein Ticket leisten kann. Uns geht es darum, die Stadt kulturell lebenswerter zu machen. Darüber hinaus ist uns das Image der Stadt egal.
Niemand von uns hat von der Vermarktung des Standorts Ruhrgebiet profitiert, auf die mit der Kulturhauptstadtkampagne 2010 gezielt wurde. Die Lebensqualität in dieser Stadt ist nicht abhängig von zahlungskräftigen Kunden aus den Nachbarstädten. Wem nützt der “Charme der Stahlkocherstadt”, wenn die StahlkocherInnen außen vor bleiben? Duisburg muss seinen EinwohnerInnen vor Allem Teilhabe am kulturellen Leben ermöglichen. Das ist die Idee hinter unserem Projekt.
Als Teil der Kulturschaffenden vor Ort unterstützen wir die Forderungen, nach mehr Handlungsspielräumen für Künstler, Musiker und andere kulturelle Initiativen. Denn wo Potential, Fantasie, Kreativität, Ausdauer und Visionen sich entfalten können, ist Geld sekundär!

Im Rahmen der Vereidigung des neuen Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link, am 4. Juli demonstrierten Aktivistinnen und Aktivisten der Kampagne “DU it yourself!”, welche sich für ein unabhängiges und unkommerzielles sozio-kulturelles Zentrum einsetzt, vor und im Duisburger Rathaus.
Am 1. Juni 2012 demonstrierten über 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Nachttanzdemo für ein unabhängiges und unkommerzielle sozio-kulturelles Zentrum und für “mehr Bewegung in einer stehenden Stadt”.








